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Der gemeinnützige Verein Rostocker Sieben e.V. setzt sich unter dem Vorsitz des Oberbürgermeisters und der Rostocker Steuerberaterin Jana Röper für Soziale Projekte, Kunst, Kultur und Sport in der Hansestadt Rostock ein.

Im Jahre 1419 als erste Universität des Ostseeraumes gegründet, bietet die Universität Rostock heute ein breit gefächertes Studienangebot.

Getreu dem Motto „Traditio et Innovatio“ hat sich die Universität stetig weiterentwickelt. Heute sind hier neun Fakultäten zu finden, die sich in zahlreiche Institute und Kliniken untergliedern. Insgesamt kann aus über 80 Studiengängen in folgenden Wissenschaftsbereichen gewählt werden:

  • ­Agrar- und Umweltwissenschaften
  • Informatik und Elektrotechnik
  • Rechtswissenschaften
  • Maschinenbau und Schiffstechnik
  • Mathematik/Naturwissenschaften
  • Geisteswissenschaften/Sprachen
  • Theologie
  • Universitätsmedizin
  • Wirtschafts- und Sozialwissenschaften

Zusätzlich verbindet die Interdisziplinäre Fakultät als zentrale wissenschaftliche Einrichtung Forschende und Studierende aller Fachrichtungen in den vier Departments: „Leben, Licht und Materie“, „Maritime Systeme“, „Altern des Individuums und der Gesellschaft“ und „Wissen – Kultur – Transformation“. Sie stellen die Forschungsschwerpunkte dar, die aus der Tradition der Universität gewachsen sind.

Anlässlich des 600. Gründungsjubiläums der Universität Rostock wurde eine auf 600 Stück limitierte Auflage hochwertiger Jubiläums-Taler geschaffen, dessen Verkaufserlöse zur Unterstützung gemeinnütziger Projekte des Vereines verwendet werden.

Erwerben kann man den streng limitierten Jubiläumstaler über den Onlineshop www. jubilaeumstaler.de oder über den Verein Rostocker Sieben e.V.

Er wird zu einem Preis von 25,00 Euro je Stück zzgl. Versandkosten angeboten.

Der Taler ist 25 mm groß, im Kern aus Bronze mit einer Plattierung aus 999 polierten Feinsilber.

Der Taler bildet auf der einen Seite das historische große Universitätssiegel und auf der anderen Seite das Universitätshauptgebäude ab.

Das Große Universitätssiegel ist rund, hat im Original einem Durchmesser von 87 mm und trägt die Umschrift „Sigillum universitatis studii Rozstockcensis“. Wegen des seltenen Gebrauchs wurde es schon im 18. Jahrhundert „Jubiläumssiegel“ genannt. Der älteste Wachs-Abdruck befindet sich an einer Urkunde aus dem Jahre 1443 im Landeshauptarchiv Schwerin.

Das Siegelbild zeigt einen großen Baldachin mit kuppelförmiger Spitze, unter dem Christus steht, der die mit einem Kreuz ergänzte Weltkugel („Reichsapfel“) hält und der einem vor ihm Knienden im Priester- oder Diakonengewand, dem bischöflichen Kanzler, einem Professor oder Rektor gleichend, eine aufgeschlagene Bibel überreicht.

Über beide Figuren zieht sich ein schmales Spruchband mit einer Inschrift aus zwei Bibelstellen (Johannes 5, 39 und Matthäus 11, 29 jeweils aus der Lutherbibel), die lauten sollen: „Suchet in der Schrift und lernet von mir; denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig“ (Scrutamini scripturas et discite a me, quod mitis sum et humilis corde.).

Im unteren Bereich des Siegelbildes befindet sich ein Wappenschild mit dem Rostocker Greif, das den Standort der Universität bezeichnet.

Das Hauptgebäude der Universität Rostock ist ein Vertreter der mecklenburgischen Neorenaissance, es wurde zwischen 1867 und 1870 erbaut. Das denkmalgeschützte Universitätshauptgebäude steht in der Rostocker Innenstadt direkt am Universitätsplatz, dort sind das Rektorat, Teile der Verwaltung, das Universitätsarchiv und die Theologische Fakultät untergebracht.

Das heutige Universitätshauptgebäude besteht aus drei Gebäudeteilen: das Hauptgebäude von 1870, das Neue Museum von 1844 und der Hofanbau (ehemals Bibliotheksflügel) von 1827.

Auf der Fassade sind Vertreter des Herrscherhauses, der Universität, der Stadt Rostock sowie des Klerus vertreten, jedoch in unterschiedlicher Gewichtung. Stadt und Klerus sind jeweils nur einmal vertreten.

Das Portal trägt die lateinische Inschrift: „DOCTRINA MULTIPLEX VERITAS UNA“ („Die Lehre (ist) vielfältig, die Wahrheit (aber nur) eine“), darüber thront im Mittelrisalit der Schweriner Bischof mit Hirtenstab, Heinrich II. von Nauen. Er war Mitbegründer der Universität und erwirkte beim Papst die notwendige Genehmigung.

Als Vertreter der Stadt zeigt sich rechts vom Portal Heinrich Katzow († nach 1428), Bürgermeister in der Gründerzeit. Sein Gegenstück auf der linken Seite bildet der Gründungsrektor Petrus Stenbeke († nach 1419).

Auf Höhe des dritten und vierten Geschosses befinden sich im Mittelrisalit die Vollplastiken der Gründungsherzöge Johann IV. († 1422) und Albrecht V. († 1423), direkt darüber sind zwei Medaillons mit den Köpfen von Friedrich Franz I. und Friedrich Franz II. angebracht.

Im Übergang vom vierten zum fünften Geschoss ist die Inschrift: „IN HONOREM DEI FRIDERICUS FRANCISCUS II HANC DOMUM ACADEMICAM A S M D CCC LXVII CONDIDIT“ („zur Ehre Gottes erbaute Friedrich Franz II dieses akademische Haus im Jahr des Heils 1867“) zu lesen. Den oberen Abschluss bildet das Wappen des Hauses Mecklenburg-Schwerin.

Die herzoglichen Erneuerer des 16. Jahrhunderts Johann Albrecht I. und Ulrich III. sind als Vollplastiken auf der Nordseite der Fassade angebracht. In direkter Nachbarschaft dazu sind die Bildporträts des Humanisten Nicolaus Marschalk (1470–1525), des Philologen und Begründers der Universitätsbibliothek Nathan Chyträus (1543–1598) sowie des Orientalisten und Bibliothekars Oluf Gerhard Tychsen (1734–1815) zu sehen.

Auf der Fassade sind ebenfalls Porträtmedaillons von Personen, die in der großherzoglichen Regierung für die Landesuniversität zuständig waren: auf der Hauptfassade Minister August Wilhelm Ferdinand von Schröter (1799–1865) und Vizekanzler Carl Friedrich von Both, sowie auf der Hofseite Hofbaurat Hermann Willebrand, Architekt Carl Luckow und Bauführer Adolf Prahst (1829–1919).

Vier Statuen auf Höhe des dritten Geschosses versinnbildlichen die vier Gründungsfakultäten: Medizin, Theologie, Jura und Philosophie. Der universitäre Bereich wird ebenso durch den Theologen und Universalgelehrten David Chyträus (1531–1600), den Juristen Ernst Cothmann (1557–1624), den Mediziner Jacob Bording (1511–1560) wie auch den Philologen Johannes Caselius (1533–1613) vertreten.

Beim Abriss des Weißen Kollegiums wurden im Erdreich zwei Wappensteine der Bülows, Familie des Bischofs von Schwerin, gefunden. Sie befinden sich heute auf der Nordseite des Hofanbaus, dort flankieren sie den Hofeingang zum Gebäude.

 

Bildrechte: Rostocker Sieben e.V., Universität Rostock, Wikipedia